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Ansprache Gottesdienst Glockenweihe Rokitnitz am 22.07.2018 Ortsbetreuer Günther Wytopil

 

Hochwürdigster Herr Generalvikar Monsignore Josef Socha. Verehrter, lieber Herr Pfarrer Mariusz. Verehrter Herr Bürgermeister, lieber Petr. Verehrte Mitglieder des Stadtrates von Rokitnitz. Verehrte Mitglieder des Gemeinderates der Katholischen Pfarrei Rokitnitz. Liebe tschechische und deutsche Landsleute. Liebe Schwestern und Brüder.

Heute ist ein besonderer Tag für Rokitnitz, sowohl für die heutigen Bewohner als auch für die früheren Bewohner und deren Nachkommen. Können wir doch heute gemeinsam die Weihe von drei neuen Glocken für die Rokitnitzer Allerheiligen-Kirche in einem gemeinsamen tschechisch-deutschen Gottesdienst feiern.

Über den heutigen Tag würden sich auch der leider viel zu früh verstorbene Bürgermeister von Rokitnitz, Herr Antony Stefek, und mein ebenfalls verstorbene Vater, ein gebürtiger Rokitnitzer, freuen. Nach dem unsäglichen Leid, das sich Deutsche und Tschechen durch die Wirren des 2. Weltkrieges und durch die Vertreibung gegenseitig zufügten, bereiteten diese beiden Männer zusammen mit dem heutigen Bürgermeister von Rokitnitz, Herrn Petr Hudousek, nach der Wende gemeinsam den Weg zur Versöhnung zwischen diesen Volksgruppen. Dass dieser Weg der Versöhnung ein erfolgreicher geworden ist, können wir auch an dem heutigen Tag der Glockenweihe in unserem gemeinsamen tschechisch-deutschen Gottesdienst erfahren.

So freuen wir uns auch sehr darüber sehr, dass eine der drei neuen Glocken die Inschrift trägt: Heilige Anna und Glocke der Versöhnung. Dies schätzen wir sehr als verbindende, eindrucksvolle Geste der Versöhnung.

Ich wünsche uns allen, liebe Landsleute, verehrte Anwesende, dass diese Glocken stets in einer friedlichen Zeit erklingen mögen.

Auch mögen die neuen Glocken für die auf den Friedhöfen ruhenden Vorfahren zum Gedächtnis läuten.

Ich danke Ihnen für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.

 

  

  

Die weitere Versöhnung besiegelnder Handschlag von Bgm. Hudousek mit Günther Wytopil jun.