Restaurierung des Kriegerdenkmals

 

Durch das Engagement von Günther Wytopil war es möglich, das alte Kriegerdenkmal an der Kirche von Rokitnitz zu sanieren und neu zu gestalten. Gleichzeitig sollte dort eine neue Gedenktafel angebracht werden.

 

auf dem Foto von links: Günther Wytopil und Bürgermeister Antonin Stefek

Foto: Pavel Šimovič

 

1998 war die Renovierung der Ortskirche in vollem Gang. Das benachbarte Kriegerdenkmal wollte man in die Maßnahmen mit einbeziehen. Stadtverwaltung und Pfarrei von Rokitnitz unterstützten das Vorhaben des Initiators nach Kräften. Sie genehmigten sein Projekt anstandslos und stellten dafür sogar Geld- und Sachspenden in Aussicht. Insbesondere Bürgermeister Antonín Štefek bemühte sich sehr um einen erfolgreichen Verlauf des Projekts. Genauso war Günther Wytopil sehr daran interessiert, dass von deutscher Seite entsprechende Unterstützung kam; er setzte sich für eine Spendensammlung ein.

Die Stadt beauftragte den Künstler Zdeněk Kolar mit der Umsetzung der Denkmalspläne. Dieser schlug eine als passend empfundene Kombination des vorhandenen Monuments mit einer neuen Schrifttafel vor. Die beiden alten Platten mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Rokitnitz rahmen nun eine zentral angeordnete höhere Stele. Auf ihr wurde die neue, zweisprachig abgefasste Schriftplatte eingelassen. Sie hat folgenden Wortlaut:

Zum Gedenken der Opfer des I. und II. Weltkrieges und der Nachkriegsjahre aus Rokitnitz und Umgebung. Sie mögen in Gottes Frieden ruhen.

Das Stadtwappen bildet den zentralen Punkt. So ist Altes und Neues stimmig in einem Ensemble zusammengefasst.

Am 25. Juli 1998 wurde in einer von Deutschen und Tschechen gemeinsam ausgerichteten und sehr gut besuchten Feier das vollendete Werk der Öffentlichkeit präsentiert. Beide Seiten bekundeten dabei ausdrücklich ihren Willen zu gegenseitiger Verständigung, Versöhnung und weiterer Zusammenarbeit.

Der deutsche Initiator, Herr Wytopil, wurde damals auf Grund seiner diesbezüglichen Verdienste vom Stadtrat zum Ehrenbürger von Rokitnitz ernannt.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Finger (Heimatpflegerin der Sudentendeutschen)

http://www.sudetendeutsche-heimatpflege.de

 

Historische Aufnahme der Einweihung des Kriegerdenkmals von Rokitnitz im Jahre 1924

Foto: Manfred Gischler - Quelle: Archiv des Vereins der Adlergebirgler

 

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