Neue Glocken für die Rokitnitzer Pfarrkirche – Spendenaufruf

 

Aufnahme vom Geläut der neuen Glocken für die Rokitnitzer Pfarrkirche, deren Einweihung am 22. Juli 2018 erfolgen wird.

Die Pfarrgemeinde Rokitnitz schaffte für die während des 1. Weltkrieges requirierten Glocken im Jahre 1923 drei neue Glocken an. Diese Glocken wurden wiederum im Jahre 1942 beschlagnahmt und für Kriegszwecke verschmolzen.

Nunmehr werden drei neue Glocken angeschafft, nachdem der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds im Dezember 2017 einem entsprechenden Antrag auf Bezuschussung durch die Pfarrgemeinde Rokitnitz positiv beschied. Die Glocken sollen im Jahre 2018 zur Feier 700. Jahre der ersten schriftlichen Erwähnung der Stadt Rokitnitz installiert und während der Annawoche im Juli 2018 geweiht und in einem gemeinsamen deutsch-tschechischen Gottesdienst zum ersten Mal läuten.

Neben einem hohen Zuschuss des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, beteiligen sich an der Finanzierung der Anschaffung der Glocken, die Stadt Rokitnitz und die Katholische Pfarrgemeinde Rokitnitz. Wir, die ehemaligen Bewohner von Rokitnitz und Umgebung sowie deren Nachkommen, wollen als Spendenpartner hierzu unseren Beitrag leisten. Dieses gemeinsame Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Wege der Versöhnung zwischen den ehemaligen deutschen Bewohnern sowie der Nachkommen und der in Rokitnitz jetzt lebenden meistens tschechischen Stadtbevölkerung. Auch werden durch den Klang der neuen Glocken heutige und zukünftige Generationen an die ehemaligen deutschen Bewohner sowie an die Versöhnung von unseren beiden Volksgruppen stets erinnert.

In diesem Sinne und Geist bitte ich herzlichst darum, dieses gemeinsame Projekt finanziell mit Ihrer Spende zu unterstützen. Im Voraus ein herzliches Vergelt´s Gott! Jede Spende zählt! Ihre Spende bitte ich auf das folgende Konto zu überweisen:

 

Verein der Adlergebirgler e.V.

Kreissparkasse Mühldorf am Inn

IBAN: DE50 7115 1020 0000 1034 57

BIC: BYLADEM1MDF

Vermerk: Spende für Glocken Rokitnitz

 

Gerne wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Dann bitte auf der Überweisung Ihre Anschrift angeben. Über die weitere Entwicklung und mit zusätzlichen Informationen werde ich Sie, in Mei Heemt berichtend, auf dem Laufenden halten. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Telefon: 06163-4827; E-Mail. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

„Spenden – wofür? Für das Vermächtnis unserer Ahnen“

            Mit dieser Überschrift formulierte Lm. Reinhard Traufelder, geboren in Hlaska, einen speziellen Artikel zum Thema „Spenden für die alte Heimat“ in Mei Heemt Nr. 5/2017, die von Heimatliebe geprägt sind.

            Lm. Traufelder schreibt: „In Rokitnitz sollen Glocken für die Pfarrkirche gekauft werden. Die Kirche wurde auch mit dem gebaut, was die Gemeindemitglieder im 17. Jahrhundert gespendet haben. Und unsere Vorfahren hatten – weiß Gott – ein karges Leben und wenig Geld. Wir aber – viele von uns – leben im Überfluss und halten fest, was uns am Ende unseres Lebens nicht mehr gehört.

            Wenn der Adlergebirgschor das Heimatlied „Hör´ ich Glockenläuten fern vom Heimatland …“ singt, und ich hier in Tangerhütte, meinem Wohnort, oder in anderen Glocken läuten höre, dann denke ich Rokitnitz. Dort steht auf Heimaterde eine Kirche, in der auch unsere Glocken läuten, die ich mit zum Klingen gebracht habe.

            Was bleibt denn von unserem Erbe, wenn auch die Kirchen unser Ahnen untergehen? Die Stadt, das Dorf verlieren ihr Gesicht – und wir verlieren es auch.“

 

Soweit die lesenswerten Gedanken und Überlegungen von unserem im Adlergebirge geborenen Landsmann.

 

 

 

Euer Ortsbetreuer Günther Wytopil

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