Die ANNA – WOCHE 2017 vom 23. bis 30.7. in Rokitnitz

 

Die ersten Besucher reisten bereist am Sonntag an und machten sich auf der Suche nach Landsleuten. Auf der Veranda der Pension Rampusak, auf dem man den Rokitnitzer Ringplatz gut einsehen kann, waren die ersten Treffs.

Die Annawoche wurde am Montag, den 24.7 - wie in den Jahren zuvor - mit dem gut besuchten Konzert „Töne ohne Grenzen“ in der Schlosskirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“ in Rokitnitz um 17:00 Uhr eröffnet. Im ersten Teil präsentierten Jirina Dvorakowa Maresowa an der Orgel und als Sopranistin Lucie Dzula Bartova eindrucksvoll klassische Werke von Bach, Händel, Mozart und von tschechischen sowie italienischen Komponisten. Im zweiten Teil begeisterte die Familie Tarchala aus Polen in der Zusammensetzung mit Geige, Klavier und Akkordeon mit den Werken von Franz Schubert, Bohuslav Leopold, Vittotio Monti und J.S. Bach.

Erstmalig wurde an drei Tagen Freiluftkino im Schlosshof angeboten. Die Filmvorführungen und das sich daran anschließende Programm erfreuten sich sehr großem Zuspruch.  

Den Dienstag nutzten die Landsleute für Besuche in ihren Ortschaften und zu Exkursionen.

Der Mittwoch, der 26.7., stand ganz im Zeichen des Ganztagesausfluges nach Trebechovice (Hohenbruck) mit Bahn und Bus wie in den Vorjahren unter der Führung von Jan Moravek. Reiseziel waren das dortige „Betlem-Museum“ in der Innenstadt sowie das Freilichtmuseum Kmovice am Stadtrand mit typischen alten Adlergebirgshäusern und historischen Gerätschaften.

Das Prunkstück des „Betlem-Museums“ und auf der Welt wohl einmalig, ist eine riesige Holzkrippe von ca. 7 m x 2.50 m und mit mehr als 2000 Figuren und beweglichen Teilen, alles feine Schnitzarbeiten. Durch eine komplizierte Steuerung können sich alle Figuren und Gruppen bewegen: Ein Wunderwerk!

Im Freilichtmuseum wurden alte Häuser aus dem Adlergebirge wieder fachgerecht aufgestellt. So waren viele Häuser, darunter z.B. eine funktionsfähige Mühle, eine Schmiede, eine Seilerei zu besichtigen und vermittelten einen Eindruck in eine Zeit, in der viel Not und schwierige Lebensbedingungen herrschten. Das profunden Fachwissen und die humorvollen Art von Jan Moravek ließen diesen Ausflug wieder zu einem besonderen Tag werden.

Der Donnerstag ist für uns das Herzstück der Annawoche mit der Feier der deutschen Hl. Messe, der Begegnung mit Rokitnitzer Pfarreiangehörigen im Pfarrgarten und dem Heimatabend in der neuen Rokitnitzer Schule.

Die deutsche Hl. Messe in der Pfarrkirche in Rokitnitz zelebrierte erfreulicher Weise der neue Pfarrer Mariusz Luczyszyn, der erst am 1.Juli in Rokitnitz seinen Dienst angetreten hatte. Den Gottesdienst mit der Schubert-Messe begleiteten musikalisch die Herren Lank und Grulich. Nach den Dankesworten am Schluss des Gottesdienstes durch Günther Wytopil an die Beteiligten und dem Segen, durfte traditionell das „Staatla-Lied“ – per Video von Dorothea Faust aufgenommen –,   das wieder voller Inbrunst gesungen wurde, nicht fehlen .

Erfreulicherweise folgten zwölf deutsche Landsleute der Einladung der Rokitnitzer Pfarrgemeinde zum Treffen im Pfarrgarten, um auch den neuen Pfarrer kennen zu lernen. Bei Gegrilltem, Bier sowie Kaffee und Kuchen entwickelten sich angenehme und gute Gespräche.

Um 18:00 Uhr ging es schon weiter in der neuen Rokitnitzer Schule, wo unser Heimatabend schon seit 2011 stattfindet. Nach dem gemeinsamen Essen vom reichhaltigen Buffet konnte Ortsbetreuer G. Wytopil 60 Landsleute begrüßen, darunter die Mitglieder des Chores „Die Adlergebirgler“ und zahlreiche Landsleute aus dem Adlergebirge, die in den letzten Jahren vermehrt zum Heimatabend kommen. Besonders begrüßt wurden Pfarrer Mariusz Luczyszyn, Bürgermeister Petr Hudousek mit Dolmetscher Ivan Michalicka, Alois Galle und alle anwesenden Amtsträger vom Verein der Adlergebirgler. In seinem Grußwort informierte Petr Hudousek über erfolgte und anstehende Projekte der Stadt Rokitnitz. Horst Wanitschke erinnerte durch das Totengedenken an die verstorbenen Landsleute des letzten Jahres und dankte G. Wytopil mit sehr persönlichen Worten für die Vorbereitung und Durchführung der Annawoche.

Bevor es zum sog. gemütlichen Teil überging, gratulierte G. Wytopil unserem Lm. Alois Galle nachträglich herzlichst zu seinem 80. Geburtstag und zur Verleihung der „Goldenen Ehrennadel“ des Vereins der Adlergebirgler. Für ihre langjährige verdienstvolle Mitwirkung als Sängerin im Chor „Die Adlergebirgler“ konnte der Landschaftsbetreuer Annamaria Erbenova mit dem „Ehrenbrief“ der Heimatlandschaft Adlergebirge auszeichnen.

Der gesellige Teil des Heimatabends wurde unter der Moderation von Reinhard Traufelder vom Adlergebirgschor mit einem Potpourri von Heimatliedern, darunter „Rokitnizer semmer“ und dem „Staatla-Lied“, eröffnet. Natürlich kamen die persönlichen Gespräche nicht zu kurz, gab es doch viel zu erzählen und auszutauschen. Den kurzweiligen Abend prägte wiederum das gemeinsame Singen von Heimatliedern, Oldies mit Gitarrenbegleitung und endete um Mitternacht.

Der Festbetrieb mit vielen Fahrgeschäften und Buden begann am Freitag auf der Feiermeile vom Ringplatz bis zum Hotel Eduard. Das Feuerwerk am Badeteich war wieder ein Höhepunkt des Annafestes.

Nachdem die ganze bisherige Woche von starken Regenschauern geprägt war, schien rechtzeitig ab Samstag die Sonne und man konnte die zahlreichen Veranstaltungen in und um das Schloss und Ringplatz genießen. Im Schlossgarten fanden die Highland Games statt, im Schlosshof wurden u.a. Fechtübungen, Vorführung und Dressur von Raubvögeln, ein Puppentheater und Kinderschminken angeboten. Für einige Landsleute durfte der Besuch der Hl. Messe in Liebental um 16:00 Uhr nicht fehlen.

Der Sonntag war für die meisten Landsleute der Tag der Heimreise. Die Annawoche war wie immer ein schönes Heimattreffen, das wieder ein Jahr in unserem Herzen ruht.

 

Horst Wanitschke

Phoca - GAE

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