28. Heimattreffen der Adlergebirgler (früheres Rokitnitzer – Schülertreffen)

in Speicherz/Rhön vom 31. März bis 02. April 2017

 

 

Die Teilnehmer des Heimattreffens (Foto: Manfred Gischler)

 

Freitag, den 31.3.

Dieses Jahr waren viele Landsleute schon gegen Mittag im Gasthaus "Zum Biber" eingetroffen. Das sommerliche Wetter hatte sicher dazu beigetragen. In größerer Runde saß man im Freien bei Kaffee und Kuchen bei herrlichem Sonnenschein. Nachdem die Zimmer bezogen waren ging man zum gemeinsamen Abendessen. Darauf wurden die Landsleute von Orts- und Landschaftsbetreuer Günther Wytopil und dem Wirt Herrn Ziegler recht herzlich begrüßt, dieser spendierte eine Runde seines Hagebutten Schnaps. Dann war kein Halten mehr, denn man hatte ja so viel zu erzählen. Auch gesungen wurde immer wieder und wie im Flug verging die Zeit und es wurde für viele Mitternacht.

 

Samstag, den 1.4.

Nach dem Frühstück war der Tag frei bis 17.00 Uhr. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren Spaziergänge und Besuche angesagt. Der gemeinsame Kirchgang um 17.00 Uhr war zu unserer Überraschung nicht so wie gewohnt. Alle hatten in der Kirche Platz genommen, aber unser Diakon Herr Löw war aufgrund eines Missverständnisses hinsichtlich des Termins nicht erschienen. Nach einigem Warten, übernahm Günther Wytopil nach Ansprache die Leitung der Andacht. Es wurde gesungen und gebetet. An der Orgel spielte Renate Kolbe Lieder aus der Schubertmesse und Rudi Gerr bot zwei Gesangssoli.

Nach der Kirche trafen wir uns wieder im Gasthaus "Zum Biber", wo wir das Abendessen einnahmen. Darauf folgte die Begrüßung aller Landsleute. Speziell wurden durch Günther Wytopil Heimatkreisbetreuer Manfred Rolletscheck, die Trachtenbeauftragte Dorothea Faust mit Manfred Gischler unserem Heimatfotografen, die Ortsbetreuerin von Kronstadt Inge Kreusel, die Ahnenforscher Erich Walenta und Roman Blümel sowie besonders den Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Hessen Markus Harzer begrüßt.

Grußworte entrichteten Landesobmann Markus Harzer und Trachtenbeauftragte Dorothea Faust. Dorothea Faust sprach über die Vorgeschichte zur Entstehung der Trachten aus den Heimatkreisen Oberes Adlergebirge und Grulicher Ländchen und warb für die von ihr initiierte Ausstellung „30 Jahre Adlergebirgstracht“ in Waldkraiburg. Es folgte das Totengedenken für unsere verstorbenen Landsleute.

Für ihre vielfältigen Verdienste für ihren Heimatort Rokitnitz wurden das Ehepaar Anneliese und Ortwin Pöter mit dem Ehrenbrief der Heimatlandschaft Adlergebirge ausgezeichnet. Beide waren sichtlich überrascht und sehr erfreut.

Darauf folgte eine Hutsammlung. Wie immer waren für die interessierten Landsleute Bücher, Hefte und andere Druckschriften ausgelegt, die man erwerben konnte. Günther Wytopil warb für Spenden für die Anschaffung von drei neuen Glocken für die Allerheiligen-Kirche in Rokitnitz, die im Rahmen der 700 Jahrfeier der Stadt Rokitnitz und der Anna-Woche im nächsten Jahr geweiht und erstmals erklingen sollen.

Danach spielte für uns die "Stiebnitzer Nachtigall" Poldi Wagner zunächst unser Heimatlied, das Staatla-Lied, danach selbst komponierte Lieder über unsere Heimat. Sie erstellte eine Druckschrift, die alle von ihr komponierten Lieder in Text und Noten für die nächsten Generationen erhalten soll und übergab diese an den Landschaftsbetreuer mit der Bitte, diese im Archiv des Adlergebirgsvereins aufzubewahren und öffentlich zugänglich zu machen.

Im Laufe des Abends erfreute Helma Knittel die Teilnehmer mit einem Mundartgedicht. Renate Kolbe mit ihrem Keyboard brachte sich mit einem Potpourri ein. Auch wurde das Rokitnitzer Lied „Rokitnitzer semmer“ mitmachend begrüßt. Und immer wieder erfreute „die Poldi“ mit ihrem Akkordeon die Anwesenden mit bekannten Liedern. Später griff Günther zu seiner Gitarre und steigerte weiter die gute Stimmung. Es wurde wieder nach Mitternacht und man war sich einig, es war wieder ein gelungenes Treffen. Markus Harzer, unser Gast, konnte einen aktiven Heimatabend mit erleben, was ihm auch sichtlich Spaß bereitete.

 

Sonntag, den 2.4.

Nach einem ruhigen gemütlichen Frühstück, begann langsam die Verabschiedung der Landsleute. Auch wurden noch Bilder und Dateien getauscht und kopiert. Es ist ja für viele wieder ein Abschied für ein ganzes Jahr. Einige werden hoffentlich auch die "Anna-Woche" in Rokitnitz besuchen. Das Wetter war auch wieder hervorragend für die Heimreise. Ich hoffe, dass alle Landsleute eine gute Heimreise hatten und wünsche ihnen viel Gesundheit für sich und ihre Angehörigen. Auf ein gesundes Wiedersehen beim nächsten Treffen in Rokitnitz im Juli zur Anna-Woche oder in Speicherz im kommenden Jahr vom 16. bis 18. März 2018.

 

Horst Wanitschke

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