29. Heimattreffen der Adlergebirgler (ehemaliges Rokitnitzer Schülertreffen)        

vom 16. - 18.03.2018 in Speicherz (Rhön)

 

            Freitag, den 16.3.2018. Die Anreise der Teilnehmer war winterlich kalt, aber die Straßen waren gut befahrbar. Viele Landsleute saßen schon bei Kaffee und Kuchen im Gasthof „Biber“. In einem kleinen Gastraum saßen alle dicht auf dicht, weil immer wieder neue Teilnehmer dazu stießen. Später zum Abendessen gingen wir in den kleinen Saal, wo wir in den Jahren immer waren. Es gab wie immer von allen Landsleuten vieles zu berichten, weil man sich ja seit einem Jahr nicht mehr gesehen hatte. Auch fehlten wieder bekannte Gesichter, teils wegen Krankheit oder Todesfall. Nach dem Essen begrüßte der Wirt Herr Ziegler alle Landsleute traditionell mit einem Schnaps. Der Abend wurde von Günther Wytopil eingeleitet. Erst begrüßte er alle Landsleute und dann im besonderen Alois Galle, der aus der alten Heimat angereist war. Danach kamen viele lange Gespräche mit immer wechselnden Partnern. Zwischendurch wurde gesungen und so verstrich die Zeit bis Mitternacht und man sich zur Ruhe begab.

            Samstag, den 17.3.2018. Der Tag stand für alle zur freien Verfügung bis zum Heimatgottesdienst, der um 17:00 Uhr in der kleinen Dorfkirche von Speicherz begann. Am Beginn der Messe erklang Geläut der neuen Glocken für die Rokitnitzer Allerheiligen Kirche, die am 22. Juli 2018 geweiht werden. Diakon Löw ging in seiner Predigt auf diese Glockenweihe ein. Wie alle Jahre zuvor wurde die Schubertmesse gesungen. Renate Kolbe spielte die Orgel eindrucksvoll. Mit gesangssolistischen Beiträgen bereicherten Rudi Gerr und seine Gattin Helga die Hl. Messe. Am Ende des Gottesdienstes durfte das innig gesungene Staatla-Lied sowie das Gruppenfoto vor dem Altar nicht fehlen, aufgenommen von Manfred Gischler,. Danach war im Gasthaus „Biber“ schon die Zeit für das gemeinsame Abendessen.

            Nach dem Essen begann der offizielle Teil des Abends. Günther begrüßte neben den Teilnehmern unter anderen Alois Galle, den Leiter des Adlergebirgschores, Inge Kreusel (Ortsbetreuerin von Kronstadt), Herbert Schmoranzer (Ortsbetreuer von Oberdorf), Poldi Wagner, unsere Musikerin, Ahnenforscher Erich Walenta, Dorothea Faust (Trachtenbeauftragte) sowie den Heimatfotografen Manfred Gischler und als älteste Teilnehmer Anni Gaube, geb. Kolbe, Jahrgang 1922 und Josef Kubitschke, Jahrgang 1924. Später stieß noch der Landesobmann des SL-Landesverbandes Hessen, Herr Markus Harzer, zu uns.

            Zu den Klängen der neuen Rokitnitzer Glocken gedachte Horst Wanitschke den verstorbenen Heimatfreunden des letzten Jahres, insbesondere Anneliese Pöter, die zusammen mit ihrem Ehemann Ortwin eine der eifrigsten Besucher dieses Heimattreffens waren. Zu ihrem Gedenken installierten Manfred Gischler und Dorothea Faust eine Präsentation mit Fotos von ihr.

            Zu den auf dem Büchertisch bereitliegenden Publikationen gesellte sich die Neuerscheinung „ … und doch gibt es einen neuen Morgen“ von Lmn. Sieghilde Neuser, in Stiebnitz geboren. Diesen lesenswerten autobiografischen Roman stellte die anwesende Autorin selbst vor. Bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging, warb Günther Wytopil erneut für den Bezug von Mei Heemt und das Trostbärnla sowie der Sudetendeutschen Zeitung.

            Manfred Gischler präsentierte per Beamer viele Bilder aus der alten Heimat, von den Heimattreffen, die lebhaft mit vielen Kommentaren versehen wurden. Die gezeigten Fotos von verschiedenen gut gepflegten deutschen Friedhöfen im Adlergebirge nahm G. Wytopil zum Anlass, auf die gesetzliche Verpflichtung der tschechischen Gemeinde und Städte zum Erhalt und Pflege dieser Friedhöfe hinzuweisen verbunden mit der Intention, dass wir diesen Prozess nicht nur begleiten sondern pro aktiv tätig werden sollten.

            Dann war es mal wieder Zeit für etwas Musik. Musikantin Poldi Wagner spielte für uns aus ihrem reichhaltigen Repertoire, das zum Mitsingen einlud. Lm. Josef Kühn erfreute mit seinem Akkordeon-Spiel ebenfalls. Auch seine Darbietungen wurden mit viel Beifall bedacht. Günther teilte Liedblätter aus und begann viele Volks- und Heimatmelodien zu spielen und alle sangen begeistert mit. Der Abend endete nach Mitternacht mit dem Abschiedsliedla (Bleibt gesund ihr lieba Leuta …) innig vorgetragen von Alois Galle mit Akkordeon-Begleitung von Poldi Wagner.

            Sonntag, den 18.3.2018. Der Tag des Abschiednehmens war gekommen. Hektisch wird nach dem Gepäck gesucht, Souvenirs gekauft und gesucht, wem man noch nicht auf Wiedersehen gesagt hat. Und so geht wieder ein schönes Treffen zu Ende.

                       Da über Nacht noch Schnee gefallen war, wollte man bald nach Hause fahren. Die weiteste Heimfahrt hatte wohl Landsmann Alois Galle nach Dobruska in Tschechien. Wir hoffen, dass alle eine gute Heimreise hatten und man sich entweder in Rokitnitz zur Glockenweihe und zur Anna-Woche wieder sieht, oder spätestens am 5. April 2019 in Speicherz.

Ich wünsche allen Landsleuten eine stabile Gesundheit, dass wir uns alle beim nächsten Treffen wiedersehen.

Es grüßt Sie/Euch recht herzlich

Ihr

Horst Wanitschke

 

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