26. Heimattreffen der Adlergebirgler (früheres Rokitnitzer – Schülertreffen)

in Speicherz/Rhön vom 20.-22. März 2015

 

Freitag, den 20.3.2015

Fast alle Landsleute kamen am Nachmittag bei gutem Wetter wohlbehalten im Gasthof „Zum Biber“ an. Bei Kaffee und Kuchen führten die Landsleute die ersten frohen Willkommensgespräche. Nach dem Abendessen begrüßte Günther Wytopil die Anwesenden herzlichst. Als ältester Teilnehmer war Josef Kubitschke, 90 Jahre alt, der viele Jahrzehnte das Rokitnitzer Schülertreffen besucht, nach vielen Jahren erstmals wieder angereist. Roman Blümel führte die Heimatfreunde im Internet per google.maps in einer virtuellen Rundreise durch viele Dörfer im Adlergebirge. Man hatte das Gefühl im Auto sitzend mit Sicht auf die Häuser und deren Umgebung durch die Straßen zu fahren. Die Aufnahmen stammten aus den Jahren 2011 und 2013. Es war sehr interessant vor allem für diejenigen Landsleute, die schon länger nicht in der Heimat waren. Diese Vorführung begeisterte alle und wurde mit viel Beifall bedacht. Viele Teilnehmer waren bis Mitternacht in gemeinsamen Gesprächen vertieft.

Samstag, den 21.3.2015

Am Vormittag fand im „Biber“ eine Kreisratssitzung des Heimatkreises Oberes Adlergebirge statt unter der Leitung von Heimatkreisbetreuer Manfred Rolletschk. Die übrigen Landsleute nutzten den Vor- und Nachmittag für Spaziergänge, Ausfahrten in die nähere Umgebung. Um 17.00 Uhr fand dann in der Kirche von Speicherz der traditionelle Heimatgottesdienst mit der Schubertmesse statt. Der wurde musikalisch von Renate Kolbe an der Orgel und von Gesangssolist Rudi Gerr umrahmt wunderbar umrahmt. Zum zweiten Mal feierten wir diesen Gottesdienst mit Herrn Diakon Löw, der in seiner Begrüßung und in der Predigt für das erlittene Schicksal der Heimatvertriebenen eindrucksvolle Worte fand. Zum Schluss sangen alle sehr voller Inbrunst das Staatla-Lied.

Nach der Kirche trafen wir uns alle wieder im „Biber“ zum Abendessen mit der anschließenden offiziellen Begrüßung durch Günther Wytopil und Horst Wanitschke. Unter den knapp 40 Anwesenden befanden sich auch Heimatkreisbetreuer Manfred Rolletschek, die Ortsbetreuerin von Kronstadt Ingrid Kreusel, vom Verein der Adlergebirgler Schriftführers Werner Matiaske, Trachtenbeauftragte Dorothea Faust und Heimatfotograf Manfred Gischler. Zum Totengedenken für unsere verstorbenen Landsleute bat Horst Wanitschke um eine Minute des stillen Gedenkens.

Es folgte dann eine von Manfred Gischler und Dorothea Faust gut vorbereitete schöne Bilderschau aus der Heimat und von Fotos, die im Rokitnitzer Schloss bei einer Ausstellung vom 31.5. bis Ende September 2015 zu sehen sein werden. Im Laufe des Abends brachten Anneliese Pöter und Helma Knittel, geb. Wytopil, ihre Talente in Form von Vorträgen, Gedichten und sonstige lustige Geschichten aus der Heimat ein. Rudi Kolbe erinnerte an einen alten Osterbrauch im Adlergebirge. Er hatte aus Weidenrinde eine Rute geflochten und präsentierte diese. Mit dieser „Schmeckustern Rute“ wurden früher die Mädchen von den Jungen leicht geschlagen. Die so behandelten Mädchen mussten sich dann mit Backwerk oder Ostereiern freikaufen. Dazu wurde ein Spruch aufgesagt, der da laut Ortwin Pöter lautete: „ Schmeckustern, Schmeckustern mir kommen zu da heilicha Ustern, lott mich nee zu lange stiehn, ich muß a Häusla weiter giehn“. Ortwin Pöter gab Geschichten aus seiner Jugendzeit auch gesanglich mit der musikalischen Begleitung von Renate Kolbe am Keyboard zum Besten zur Begeisterung aller Besucher. Zwischendurch und bis zum Schluss um Mitternacht sangen alle nach Herzenslust alte Volks- und Heimatlieder, die Renate Kolbe und Günther Wytopil mit der Gitarre begleiteten. Natürlich durfte das Lied „Rokitnitzer semmer“ mit dem Aufstehen und sich wieder Setzen zur Freude aller nicht fehlen.

Sonntag, den 22.3.2015

Beim ausgiebigen Frühstück wurden noch viele Gespräche unter den Landsleuten geführt. Nach und nach verabschiedete man sich mit dem Wunsch auf ein frohes Wiedersehen bei guter Gesundheit im nächsten Jahr oder beim diesjährigen Annafest in Rokitnitz oder bei einem der vielen anderen Heimattreffen.

Phoca - GAE

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