25. Heimattreffen der Adlergebirgler (früheres Rokitnitzer – Schülertreffen)

in Speicherz/Rhön vom 4.-6. April 2014

 

von Horst Wanitschke und Günther Wytopil

 

Zum Treffen reisten die meisten Teilnehmer schon am Freitag bei schönstem Wetter an. Leider fehlten dieses Mal alters- oder krankheitsbedingt wieder einige Landsleute. Dies ist eben der Lauf der Zeit. Aber es gesellten sich auch neue Gesichter dazu, so dass die Teilnehmerzahl mit knapp 40 Personen gegenüber dem Vorjahr gleich blieb. Nach dem Abendessen begrüßte Günther Wytopil die Teilnehmer. Der Freitagabend – als Willkommensabend – wurde geprägt durch die Wiedersehensfreude, die wie immer groß und herzlich war. Neben den zahlreichen persönlichen Gesprächen kam die Unterhaltung nicht zu kurz. Poldi Wagner mit ihrer Harmonika und ihren Liedern sowie einige Landsleute mit Gedichtbeiträgen trugen zur heiteren Auflockerung bei.

Am Samstagmorgen fuhren zahlreiche Landsleute nach Fulda, um dort an einer von Ldm. Johannes Urner organisierten, sehr interessanten Führung durch das Fuldaer Schloss mit seinem imposanten Spiegelsaal teilzunehmen. Aus Anlass zum 25. Heimattreffen in der Rhön traf sich am Samstagnachmittag eine große Schar von Heimatfreunden in Bad Brückenau am Grab von Manfred Wytopil, der mit seinem inzwischen ebenfalls verstorbenen Bruder Günther das Rokitnitzer Schülertreffen 1967 in das Leben rief. In einer kurzen Ansprache erinnerte Günther Wytopil jun. an das Wirken und an die Verdienste der beiden Brüder für ihre Heimatgemeinschaft und legte zum Gedenken ein Blumengebinde nieder.

Den traditionellen Heimatgottesdienst in der Kirche von Speicherz zelebrierte erstmalig Herr Diakon Donald Löw. Diakon Löw war mittels Internet sehr gut über unsere alte Heimat durch die Rokitnitzer Internetseite informiert und konnte diese Informationen eindrucksvoll in seiner Ansprache widergeben. Seine Worte und das Singen der Schubertmesse intoniert von Renate Kolbe, die Ehefrau von Rudi, an der Orgel sprachen unsere Herzen, unser Gemüt an und ließen den Gottesdienst mit dem Stadtla-Lied am Schluss des Gottesdienstes wieder zu einem emotionalen Erlebnis werden. Zu diesem besonderen Ereignis erschienen wie in den letzten Jahren die Trachtenträger Dorothea Faust und Günther Wytopil in ihrer Adlergebirgstracht.

Nach dem Abendessen im Gasthaus „Zum Biber“ erfolgte die offizielle Begrüßung der Landsleute zum Heimattreffen. Nach dem Verlesen der verschiedenen Grußworte von vielen Landsleute gedachte Ldm. Horst Wanitschke im Totengedenken Gretel Sommer geb. Feichtinger, Helmut Prause in Rokitnitz, Anna Svolerowa aus Gesangsgruppe „Die Adlergebirgler“, dem Altbürgermeister Toni Stefek von Rokitnitz sowie allen anderen im letzten Jahr verstorbenen Landsleuten. Aus Anlass des 25. Heimattreffens in der Rhön überreichte Günther Wytopil an den Wirt Herrn Ziegler mit Dankesworten das Wappen von Rokitnitz versehen mit einer entsprechenden Widmung. Von dieser Geste war Herr Ziegler sehr angetan. Ebenfalls aus Anlass des Jubiläumstreffens lichtete unser Heimatfotograf Manfred Gischler in mühsamer Arbeit die Bilder (177 Fotos) von allen Treffen seit 1967, die in einem Erinnerungsalbum regelmäßig eingeklebt wurden, digitalisiert ab und stellte daraus eine CD her. Die teilweise Präsentation der Bilder per Beamer fand bei den Anwesenden große Aufmerksamkeit, man freute sich gemeinsam insbesondere über die alten Aufnahmen von den ersten Treffen. Vom Erwerb dieser CD als eine sehr schöne Erinnerung an die bisherigen Treffen machten viele Heimatfreunde Gebrauch. Heimatfreund Manfred sei an dieser Stelle nochmals sehr herzlich für seine Mühen gedankt. An zwei Pinnwänden waren Aufnahmen, die von Dorothea und Manfred angebracht wurden, aus dem Adlergebirge von der „Adlergebirgsausstellung“, die im Mai 2013 im Sudetendeutschen Haus in München präsentiert wurde, zu sehen. Zum besonderen Gedenken an den verstorben Altbürgermeister von Rokitnitz Tony Stefek zeigte Manfred Gischler Fotos von ihm und seinem Freund Günther Wytopil sen. Wie am Vorabend trugen Poldi Wagner mit ihrer Harmonika, Renate Kolbe mit ihrem Keyboard und viele in Mundart vorgetragene Gedichte und Ereignisse zum fröhlichen Miteinander bei. Besonders beklatscht wurden die Gesangseinlagen von Ortwin Pöter mit Liedern aus seiner Jugendzeit. Um Mitternacht löste sich dann die Runde auf. Nach dem Frühstück nahte die Stunde des Abschiednehmens in der Hoffnung auf ein gesundes Wiedersehen zum Annafest 2014 in Rokitnitz oder im nächsten Jahr in Speicherz.

Joomla templates by a4joomla